Kaff im Haff…

Uns weckt ein geschäftiges Stettin – gut manch einen die Mücken aber die Sonne scheint und der Wind weht aus Süd und zieht uns…- ach das alte Lied.

Ablegen und raus auf den breiten Fluss. Ein letzter Blick aufs Schloss und dann nimmt uns der Wind mit nach Norden. 

Vorbei an Werften die den Namen noch verdienen.Man hört sie. Es wird gestrahlt, geschweißt und gestrichen. Ein Meer aus Kränen jeglicher Bauart säumen das Ufer.

Wir segeln mal mehr mal weniger auf diesem blauen Band und so langsam fällt der Alltag ab. Die Oder beruhigt. Langsam bleibt die Stadt zurück und die Ufer werden grüner und was ist das – sogar höher. Kurz vor Ziegenort würde man sich an die Kreidefelsen von Rügen oder Moen verorten. Die Aufschüttungen des abgebaggerten Sandes aus dem Fluss türmen sich zu riesigen Bergen an Land und erinnern einen an die Küste von Dover. 

Steuerbord liegt verborgen hinter einem schmalen Vegetationsstreifen der Dammsche See. Der Wind frischt auf und es segelt sich flott Richtung Ziegenort. Der Hafen ist ein Kaff. Eines mit leisen Tönen. Ein ruhiges Fleckchen für 7 Euro!!!!! Hafengebühr. Es gibt leckere Pirogen  für kleines Geld und in der Ortsgaststätte, deren etwas ungewöhnlichem Charme man wohl nie erliegen wird, sollte man besser zwei Portionen essen. Um satt zu werden und sich immer noch über den Preis zu wundern. Es ist verdammt günstig. Während wir wir wieder am Schiff ankommen, dass zu einem Dreierpäckchen angeschwollen ist, zieht ein Gewitter über das Haff. Mit einem weithin sichtbaren Wolkenamboss. 

Gemütlich dieses Kaff im Haff. Es gefällt uns hier.